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Berufsinformationstag 2017

Bereits zum vierten Mal fand Anfang Oktober am Hohenstaufen-Gymnasium der Berufsinformationstag (BIT) für die 10. Klassen und die Kursstufe statt. Insgesamt rund 80 Berater aus 36 Fachbereichen stellten den gut 200 Schülerinnen und Schülern ihre Studiengänge, Ausbildungen bzw. Berufe vor. Schulleiterin Annette Breitbach-Ziegler freute sich in ihrer Begrüßung über die große Zahl an kompetenten Beraterinnen und Beratern und dankte diesen herzlich für ihr bereitwilliges Kommen.

Als Auftakt erzählte der frühere HoGy-Schüler und heutige Schuler-Pressesprecher Simon Scherrenbacher von seinem persönlichen beruflichen Werdegang und verdeutlichte, dass man nicht immer den direkten Weg zum Ziel gehen muss um erfolgreich zu sein. Seine Schulzeit am HoGy, in der er jahrelang die Schülerzeitung mitgestaltete, beendete er 1997 mit dem Abitur. Nach dem Zivildienst verwarf er den Gedanken eines Medizinstudiums und absolvierte nach einigen Fachrichtungswechseln und einem Auslandssemester in Dänemark die Fächer Politik- und Sozialwissenschaften sowie Amerikanistik. Anschließend lebte und arbeitete er als Journalist im Rhein-Neckar-Raum, bis er 2012 als Pressereferent der Firma Schuler in seine alte Heimat zurückkehrte.
Scherrenbacher ermutigte die jugendlichen Zuhörer, sich nach dem Abitur Zeit zu nehmen: „Ihr könnt auch mal eine falsche Entscheidung treffen, es ist ganz normal, dass man mal woanders reinschnuppert“. Wichtig sei, den „Kopf offen zu haben, schauen, was einen interessiert und was man gerne macht“. Ein Auslandssemester könne er „jedem nur empfehlen“: „Wohin ihr geht, ist gar nicht so wichtig, aber geht raus, guckt mal woanders rein“. Eine Grundneugier für alles zu haben und zu behalten sei hilfreich. Die in der Schule häufig gestellte Frage „Wozu brauch ich das?“ könne man nie sicher ablehnend beantworten – „Vielleicht brauchst du es irgendwann, ich habe mein Wissen aus dem Physik-Grundkurs in der neuen Stelle plötzlich auch brauchen können.“

Danach ging es in die Beratungsrunden. Die Schülerinnen und Schüler mussten sich vorab für Berufsfelder entscheiden, die sie in den drei Informationsrunden besuchen wollten. Von Architektur und Bauingenieurwesen gab es über Geoinformatik, Modedesign, Nano-Science und Physiotherapie bis hin zu Sonderpädagogik, Versicherungswesen und Zahnmedizin vielfältige Angebote und Gelegenheiten, aus erster Hand Wissenswertes zu erfahren. Ob noch in Ausbildung bzw. Studium oder schon längst im Berufsleben etabliert: Die ehemaligen HoGy-Schüler und -Eltern, die sich – etliche zum wiederholten Mal – zur Teilnahme bereiterklärt hatten, erläuterten ihre Fachrichtungen und Tätigkeiten engagiert und geduldig. Einige der teilnehmenden Schüler kamen gut vorbereitet mit einem Fragenkatalog in die Beratung und zogen so aus der Veranstaltung größtmöglichen Nutzen.

Der BIT ist am HoGy schon länger eine schöne Tradition, nicht erst, seitdem die Teilnahme an berufsvorbereitenden Veranstaltungen im Bildungsplan der Kursstufe festgeschrieben ist. Seit 2011 können im zweijährigen Rhythmus alle Oberstufenschülerinnen und -schüler von der Berufserfahrung der HoGy-Ehemaligen und -Eltern profitieren.
Eine der Initiatorinnen und wesentlichen Mitorganisatorinnen von Beginn an war Christiane Steinbrenner, deren drei Kinder alle am HoGy Abitur gemacht haben. Die Schulleiterin Frau Breitbach-Ziegler bedankte sich bei Frau Steinbrenner für ihr langjähriges Engagement für den BIT und das HoGy insgesamt. Ein großer Dank ging auch an die organisierenden Lehrer Herrn Muhr und Herrn Sperling sowie an das Schülerteam um Michael Vietze (Kursstufe 2), das sich souverän um Technik, Auf- und Abbau kümmerte.

Das Organisationsteam, die Schulleitung und das Lehrerkollegium hoffen, dass der BIT möglichst vielen Schülerinnen und Schülern wertvolle Impulse vermitteln kann für ihren Werdegang nach dem Abitur.

Isabel Dobos und Alexander Muhr